
Deswegen sind wir sehr oft mit der Kamera unterwegs, um neue Eindrücke, Informationen und natürlich Inspriation zu finden.
Zum Teil sind aus diesen Streifzügen Ideen für unsere Projekte entstanden, manchmal sind es nur sehenswete Orte oder temporäre kulturell Interessantes.
Einen paar dieser Impressionen haben wir hier eingestellt.
Frida Kahlo - Kunstkraftwerk Leipzig
Letzte Woche durften wir beim BVMW-Netzwerktreffen exklusiv die Preview der neuen Ausstellung „Viva Frida Kahlo“ im Kunstkraftwerk erleben. Vielen Dank an Edda Schmidt für die Einladung, das leckere Essen und die interessanten Gespräche.
Besonders beeindruckend: wie viele engagierte und erfolgreiche Unternehmerinnen anwesend waren, die mit Mut ihre Projekte umsetzen.
Ein Gedanke zur Ausstellung:
Auch wenn die Kunst von Frida Kahlo nicht jeden Geschmack trifft, ist es schade, dass der Schwerpunkt der Erzählung deutlich auf ihrer Beziehung zu Diego Rivera lag und weniger auf ihrem Werk.
Der Busunfall in ihren jungen Jahren wurde zwar erwähnt, jedoch nicht, dass sich dabei eine Metallstange quer durch ihren Körper bohrte und sie dadurch ihr Leben lang mit starken Schmerzen zu kämpfen hatte. Gerade diese körperliche Stärke ist zentral für das Verständnis ihres Lebens und ihres künstlerischen Schaffens.
Wenn wir den Mut und Einsatz von Frauen feiern, sollte der Fokus beim Erzählen Ihrer Geschichten nicht primär auf ihren Beziehungen liegen.

Monet - Heuschober
Monet malte Heuschober in verschiedenen Lichtstimmungen und Jahreszeiten.
Im digitalen Zeitalter hält die Kamera diese Momente fest, wenn man den besonderen Augenblick erkennt.
Diese Bilder entstanden nach einem abrupten Bremsen auf der B6 nach Halle. Nach ca. 10 Minuten war alles vorbei, die Kamera hat es eingefangen.
Auch wenn Claude Monet bereits vor 96 verstorben ist, hat er dennoch die Fotografie mit seinem großen Thema Licht beeinflusst. Sein Spiel mit Reflexionen in Wasseroberflächen und Farbstimmungen nutzen wir auch heute, um Emotionen in unseren Bildern zu vermitteln.
Monets Heuschober - Meules (Heuhaufen) – (letztes Bild) wurde für 110 Mio. verkauft und ist im Museum Barberini in Potsdam zu bewundern. Mäzen und Stifter Hasso Plattner (SAP) hat in der Potsdamer Altstadt, gleich neben dem Schloss einen Tempel der Kunst geschaffen, welcher immer einen Besuch lohnt. Seine Sammlung ist faszinierend und wird in Teilen im Museum Barberini ausgestellt.
Beim nächsten Besuch werden Sie dieses Bild mit anderen Augen sehen.

Pillnitz - Weingut Zimmerling
Der alte, königliche Weinberg in Pillnitz ist nicht nur für Weinliebhaber einen Besuch wert.
Hier haben der Sächsische Weinbau mit dem Winzer Klaus Zimmerling und die Kunst, mit seiner Frau Malgorzata Chodakowska eine einzigartige Symbiose gefunden und diese für den Besucher erlebbar gemacht.
Nur der Wissende wird sich dort einfinden, ist doch das Weingut von der B6 unten in Pillnitz nicht so offensichtlich. Von dort oben hat man einen traumhaften Blick bis in Böhmische, unter sich, das hier breite Tal der Elbe und Pillnitz mit seinem Schloss und der Gartenanlage.
Als Weinfreund ist man hier dem Paradies schon recht nahe, schafft es Herr Zimmerling doch auf nur 4,5 ha, dem alten königlichen Weinberg Spitzenweine mit viel Charakter zu entlocken.
Wem das nicht genug Anreiz gibt zu einem Besuch, sollte sich den Skulpturengarten mit seinen Wasserspielen, welcher als eine Schneise durch den Weinberg gezogen wurde, anschauen.
Die traumhaften filigranen Kunstwerke, alle geschaffen von seiner Frau, werden in ihrer Körperlichkeit durch die Wasserspiele fantasievoll ergänzt und 18.00 Uhr wird die Figur auf dem Dach der Rotunde zum Engel.
Ob der Bericht nun Werbung ist oder einfach nur Begeisterung von einem Fotografen, welcher das alles nur zum richtigen Zeitpunkt entdeckt hat, entscheidet jeder selbst.

Fährmann in Grimma
Ja es gibt in noch, den Fährmann, der auf Zuruf die Passagiere über den Fluss setzt.
Obwohl per Zuruf stimmt nicht ganz, es gibt eine Glocke und dann sind es ja nur wenige Meter bis zum anderen Ufer, man sieht sich.
So geschieht es in Höfgen an der Mulde bei Grimma immer noch.
Eine fast schon romantische Szene, zumal wenn man sich nun noch etwas Nebel vorstellt, welcher über dem Fluss liegt, perfekt.
Doch es ist Sommer und wer es weiß, nutz diesen Services für kleines Geld.
Auf dem Bild ist zu sehen, dass der Nachwuchs schon herangezogen wird, vielleicht kann man so dieses Gewerk für spätere Generationen erhalten.
Der rote Pfeil auf dem 4. Bild zeigt die Hochwassermarke von 2002 und wenn man jetzt wieder zurückgeht auf Bild 2, versteht man das Ausmaß der damaligen Überschwemmung. Ein Schild darunter war das Hochwasser von 2013.
Am anderen Ufer die Ausflugsgaststätte in Höfgen und die Schiffsmühle, welche in der Mulde verankert ist.
Diesseits befinden wir uns beim Kloster Nimbschen, ebenfalls mit lohnender Gastronomie. Die Ruine des Klosterns in Nimbschen ist bekannt durch Katharina von Bora, welche von hier nach Wittenberg floh und die spätere Frau von Martin Luther wurde.
Doch genug mit der Historie, es lässt sich hier eine schöne Zeit verbringen und vielleicht eine Überfahrt mit dem Fährmann?